Gesellschaft und Ökologie

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Verbot von Genmais MON 810 – ein Erfolg auf Dauer?

Genmais nein Danke!

Mit dem Verbot des Anbaus der genetisch manipulierten Maissorte MON 810 erringt die ökologische Bewegung aktuell einen wichtigen Etappensieg im Kampf gegen das Vordringen gentechnisch veränderter Nahrungsmittel in unsere Umwelt und somit in unsere Nahrungsmittel.
Die Bekanntgabe des Verbotes durch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) am 14. 04. 2009 in Berlin wird von Umweltaktivisten und Blogs gefeiert – Frau Aigner in höchsten Tönen für ihr Rückgrat gelobt.
Ob die Aufrechte Haltung von Frau Aigner allerdings von Dauer sein wird und ob Aufforderungen z. B. von Greenpeace diese Einstellung auch in Brüssel zu vertreten Erfolg haben werden bleibt abzuwarten. Vor allem vor dem Hintergrund dass der Druck der Lobbyisten um Bayer, Monsanto und weiteren in der Gentechnik aktiven Konzerne steigen wird.
Es wurden und werden hier ja erhebliche Mittel in die Forschung und Weiterentwicklung genetisch manipulierten Saatgutes gesteckt. Mit einem freiwilligen Verzicht wird also nicht zu rechnen sein.
Selbst wenn Frau Aigner betont, dass die Enscheidung für das Genmaisvervot eine Fachchliche sei darf doch angemerkt werden, dass dieselbe Frau Aigner noch kürzlich zu den Befürwortern der Technologie gehörte.
Die TAZ bemerkt dementsprechend, dass die Motivation für diesen Meinungsumschwuch wohl z. T. auch in den bevorstehenden Europa und Bundestagswahlen zu sehen ist. Die Tatsache, dass die Mehrheit der Bundesbürger gentechnisch manipulierte Nahrungsmittel ablehnt und die Kampagnen der ökologisch orientierten Gruppen und Parteien scheinen da einen Teil zur Entscheidungsfindung beigetragen zu haben.

Fürs Erste ist das Verbot in jedem Fall ein Erfolg – es wird an den Umweltbewegten in Deutschland und Europa liegen mit Beharrlichkeit, Information und wohl auch durch die Ablehnung der Konsumenten, ein weiteres Eindringen der manipulierten Gene in unsere Nahrung zu verhindern.

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