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Energie in Bürgerhand: Stromkonzern kaufen, Ökostrom fördern!

Energie in Bürgerhand
Bild: © www.energie-in-buergerhand.de

Es klingt wie ein Traum, der bald Wahrheit werden kann. Ein Stromkonzern im Bürgerbesitz könnte die Oligarchie der großen Stromkonzerne ernsthaft gefähren und dazu beitragen, dass Stromversorgung ökologisch und ökonomisch gehandhabt und wieder als Gemeinschaftsaufgabe gesehen wird – und nicht als Kapitalanlage, aus der Manager und Firmenbosse ihren Profit ziehen.

Die Genossenschaft „Energie in Bürgerhand“ steht kurz davor, bald der fünftgrößte Stromversorger des Landes zu sein – eine Riesenchance für die Ökologie in Deutschland! Machen Sie mit und kaufen Sie selbst einen Anteil am neuen Ökostromanbieter.  Diese historische Chance sollten wir uns nicht entgehen lassen!

Der Energiemarkt in Deutschland ist zur Zeit weitgehend unter den „Stromriesen“ aufgeteilt, der neue Konzern wäre dann als „Stromrebell“ immerhin der fünftgrößte Stromanbieter in Deutschland. Derzeit gehört das Unternehmen Thüga dem Stromkonzern E.ON, dieser muss sich jedoch auf Druck des Kartellamts von der Firma trennen. Aussichtsreichster Käufer von Thüga ist die Genossenschaft „Energie in Bürgerhand“  in der sich engagierte Bürgerinnen und Bürger mit dem Ziel zusammengeschlossen haben, eine Mehrheitsbeteiligung an der Thüga zu bekommen. Ins Leben gerufen wurde das Projekt von Michael Sladek. Der übernahm in den 1990er Jahren die Energieversorgung seiner Heimatstadt Schönau im Schwarzwald und machte sie zu einem bedeutenden Anbieter von Ökostrom in der Region. Der Stromversorger Thüga liefert derzeit auch Strom aus Kernkraft, auf den vermutlich nach der Übernahme verzichtet werden müsste. Eine Herausforderung, die die Genossenschaft auch noch meistern wird. Die erste finanzielle Hürde ist jedenfalls bereits genommen: „Engergie in Bürgerhand“ hat bereits rund 2 Mio. Euro auf Treuhandkonten gesammelt. Bis zu 100 Millionen sollen es noch werden. Alle Bürgerinnen und Bürger sind dazu aufgerufen, sich an dem Projekt zu beteiligen!

Es wäre nicht das erste Mal, dass es gelänge, einen Großkonzern mit ökologischem Bürgersinn zu führen. Nach dem Ende der DDR entstand im ehemaligen Staatsbetrieb Foron der erste FCKW-freie Kühlschrank. Andere Gerätehersteller, die jahrelang Machbarkeit und Nutzen eines solchen Geräts bestritten hatten, zogen nach – die Öko-Initiative brach innerhalb weniger Jahre Monopole und Gewohnheiten. Bleibt zu hoffen, dass mit der geplanten Übernahme der Thüga, die übrigens von Vertetern aus allen politischen Lagern begrüßt wurde, eine ökologische Wende auf dem Energiemarkt eingeleitet werden kann.

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