Gesellschaft und Ökologie

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Tag: Ökologischer Landbau

EU-Agrarsubventionen: keine Chance für Öko-Bauern

Die Mitte Juli 2009 veröffentlichten Zahlen über die EU-Agrarsubventionen sind mehr als ernüchternd:  Obwohl die EU auch Fördermittel an ökologische Betriebe vergibt, landet der größte Teil der Subventionen bei den Großkonzernen, die auf großflächigen Betrieben konventionelle Landwirtschaft im industriellen Stil betreiben. So ist die Firma Südzucker der größte EU-Subventionsempfänger in Deutschland. Abgesehen von der Bürokratie, der hier von der EU betrieben wird, führt das System der Agrarsubventionen zu einer Umverteilung von unten nach oben. Konzerne profitieren, engagierte Öko-Bauern und Bäuerinnen ziehen den Kürzeren. Durch die Exportsubventionen leiden zudem die ohnehin schon armen Erzeuger in den Entwicklungs- und Schwellenländern, die oft am Rande des Existenzminimums produzieren.  Eine Abschaffung der EU-Subventionen wäre wohl für Umwelt, Landwirte und die gesamte Bevölkerung die beste Lösung.
Quellen: Tagesschau, Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung

Gen-Kartoffel Amflora zugelassen

kartoffeln

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CDU) erlaubte soeben den Anbau der umstrittenen „Genkartoffel“ Amflora im Rahmen eines Freilandversuchs. Nachdem das Verbot der Genmais-Sorte MON810 in weiten Teilen der Bevölkerung für Begeisterung sorgte, steht die Ministerin nach ihrer jüngsten Entscheidung erneut im Zentrum der Kritik. Nach Angaben von Bild.de werden übrigens weltweit bereits auf insgesamt über 125 Millionen Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut – mehr als das dreifache der Fläche der Bundesrepublik Deutschland.

Monsanto klagt gegen Gen-Mais-Verbot

Gen-Mais und deutsches Recht

Das Verbot der Gen-Mais-Sorte MON810 durch die deutsche Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner ließ den Hersteller Monsanto nicht kalt. Am 21. April 2009 reichte Monsanto beim Bundesverwaltungsgericht Braunschweig Klage gegen das Verbot ein, um durch einen Eilentscheid zu erreichen, dass noch in diesem Frühjahr Gen-Mais ausgesät werden darf.

Obwohl die Mehrheit der deutschen Bevölkerung gentechnisch veränderte Lebensmittel ablehnt, liegt die Entscheidung darüber nun in den Händen der Juristen.

Verbot von Genmais MON 810 – ein Erfolg auf Dauer?

Genmais nein Danke!

Mit dem Verbot des Anbaus der genetisch manipulierten Maissorte MON 810 erringt die ökologische Bewegung aktuell einen wichtigen Etappensieg im Kampf gegen das Vordringen gentechnisch veränderter Nahrungsmittel in unsere Umwelt und somit in unsere Nahrungsmittel.
Die Bekanntgabe des Verbotes durch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) am 14. 04. 2009 in Berlin wird von Umweltaktivisten und Blogs gefeiert – Frau Aigner in höchsten Tönen für ihr Rückgrat gelobt.
Ob die Aufrechte Haltung von Frau Aigner allerdings von Dauer sein wird und ob Aufforderungen z. B. von Greenpeace diese Einstellung auch in Brüssel zu vertreten Erfolg haben werden bleibt abzuwarten. Vor allem vor dem Hintergrund dass der Druck der Lobbyisten um Bayer, Monsanto und weiteren in der Gentechnik aktiven Konzerne steigen wird.
Es wurden und werden hier ja erhebliche Mittel in die Forschung und Weiterentwicklung genetisch manipulierten Saatgutes gesteckt. Mit einem freiwilligen Verzicht wird also nicht zu rechnen sein.
Selbst wenn Frau Aigner betont, dass die Enscheidung für das Genmaisvervot eine Fachchliche sei darf doch angemerkt werden, dass dieselbe Frau Aigner noch kürzlich zu den Befürwortern der Technologie gehörte.
Die TAZ bemerkt dementsprechend, dass die Motivation für diesen Meinungsumschwuch wohl z. T. auch in den bevorstehenden Europa und Bundestagswahlen zu sehen ist. Die Tatsache, dass die Mehrheit der Bundesbürger gentechnisch manipulierte Nahrungsmittel ablehnt und die Kampagnen der ökologisch orientierten Gruppen und Parteien scheinen da einen Teil zur Entscheidungsfindung beigetragen zu haben.

Fürs Erste ist das Verbot in jedem Fall ein Erfolg – es wird an den Umweltbewegten in Deutschland und Europa liegen mit Beharrlichkeit, Information und wohl auch durch die Ablehnung der Konsumenten, ein weiteres Eindringen der manipulierten Gene in unsere Nahrung zu verhindern.

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