Gesellschaft und Ökologie

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Mehr Nachhaltigkeit durch Vegetarismus

[Von Gastautor Larry Münzenmay] Das Umweltschutz uns alle angeht, sollte inzwischen auch dem Letzten bekannt sein. Und gerade aus diesem Grunde wird vermehrt auf einen nachhaltigen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen geachtet.

Doch Umweltschutz und Nachhaltigkeit ist weitaus mehr, als nur die Energiesparlampe, das 3-Liter-Auto, oder der Ausbau regenerativer Energieformen. Auch vegetarische Rezepte können durchaus zur Nachhaltigkeit beitragen. Auch wenn dies auf den ersten Blick absurd klingen mag, so trägt die Fleischindustrie doch zu einem erheblichen Teil zu Umweltverschmutzung und Zerstörung von Ressourcen bei.

Bestes und den meisten wohl bekanntestes Beispiel ist die Zerstörung des Regenwaldes in Südamerika im Namen der Viehzucht. Hierbei werden ganze Landstriche gerodet, um ausreichend Platz für den steigenden Bedarf an Zuchtrindern zu schaffen. Immerhin sorgt die steigende Nachfrage für erhöhten Bedarf an Weidefläche und Platz für Tierfutterproduktion. Auf diese Weise verschwinden Tag für Tag auf dieser Welt unwiederbringlich wichtige ökologische Lebensräume.

Auch verbraucht die Landwirtschaft und allen voran die Fleischindustrie unvorstellbare Mengen an Wasser. Laut Studien des World Watsch Institutes steckt in jedem Kilogramm Fleisch rund 15 Kubikmeter Wasser. Angesichts der Wasserknappheit in manchen Bereichen der Welt eine unvorstellbare Menge.

Aber auch hierzulande gibt es ausreichend Gründe, die für Nachhaltigkeit durch Vegetarismus sprechen. Immerhin ist die Viehzucht in einem großen Maße für die Verschmutzung von Luft und Wasser verantwortlich. Die mit Medikamenten und chemischen Zusatzstoffen angefütterten Tiere produzieren große Mengen an Ausscheidungen, welche entweder in Form von Gülle den Feldern als Dünger zugeführt, oder einfach nur ins Grundwasser abgelassen werden. Diese Vorgehensweise sorgt zunehmend für ein Ungleichgewicht der natürlichen Wasserressourcen.
Ferner wird durch die tierischen Ausscheidungen eine große Menge an Kohlenstoffdioxid und Methan freigesetzt. Die Auswirkungen auf das Klima und der daraus resultierende Klimawandel sind immens. Nach aktuellen Schätzungen wird durch die Produktion von nur einem Kilogramm Rindfleisch ebenso viel Treibhausgase produziert, wie durch ein Auto auf einer Strecke von 250 Kilometer anfällt.

All diese Aspekte sprechen doch vermehrt für einen bewussteren Umgang mit den uns zur Verfügung stehenden Ressourcen und ein Umdenken der eigenen Ernährung.

 

Anmerkung der Redaktion: Dieser Artikel gibt die Meinung des Autors Larry Münzenmay wieder.

2 Kommentare

  1. Max:

    Es ist auf jeden Fall erschreckend wieviel Energie für unser Fleisch verschwendet wird. Allerdings gibt es da auch Abstufungen – Rindfleisch ist der Top CO2 Produzent. Ich würdenicht so weit gehen und das Fleischessen verteufeln, allerdings ist die Menge des Konsums leicht zu reduzieren und wer bei Biofleischer kauft, erhält zudem besseres Fleisch aus der Region. Also ohne zusätzliches CO2 durch den Transport um die halbe Welt.
    Vegetarische Gerichte können wirklich toll sein und vielleicht fällt ja der Fleischvezicht leichter wenn die Alternative dementsprechend lecker ist ;)
    Vegetarismus wie oben gefordert, ist aber m.E. keine Alternative für die Mehrheit. Vielleicht sollte man eher den teilweisen Verzicht auf Fleisch propagieren, das erscheint mir realistischer.

  2. Vegetarier:

    Sicherlich wird nicht jeder zum Vegetarier, das sollte der Artikel so auch gar nicht aussagen. Allerdings muss ja auch nicht jeden Tag Fleisch auf dem Teller sein oder Wurst aufs Brot. Weniger ist eben manchmal einfach mehr.

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